Hephata-Werkstätten: Schicht- und Perspektivwechsel
„Schichtwechsel“ lautete das Motto am vergangenen Donnerstag in den Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) und kooperierenden Unternehmen und Institutionen. Für einen Tag wechselten am 10. Oktober, dem bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel, neun Klient*innen Hephatas die Arbeitsplätze mit Menschen ohne Behinderungen.
Die Klient*innen der Sozialen Teilhabe (ehemals Behindertenhilfe) und der Sozialen Rehabilitation Hephatas besuchten den Bauhof der Stadt Schwalmstadt, verschiedene Abteilungen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV) in Kassel, die Firma VolaPlast GmbH & Co. KG in Spangenberg sowie die Hessische Landesvertretung in Berlin. Der Aktionstag wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG Werkstatt) vor acht Jahren ins Leben gerufen. Das Ziel: Vorurteile abbauen und Menschen mit und ohne Behinderungen auch beim Thema Arbeit einander näher bringen.
„Dann lasst uns mal die Hochbeete aufladen!“ Reyk König, stellvertretender Leiter des Bauhofs der Stadt Schwalmstadt, und sein Team hatten sich für Donnerstag einiges vorgenommen. Und bekamen dabei Unterstützung von Kevin Rothauge und Gabriel Schmidt, Klienten der Hephata-Metallwerkstatt in Ziegenhain. „Wir haben im Bauhof schon Erfahrungen mit Klienten Hephatas auf Betriebsintegrierten Beschäftigungsplätzen (BiB) gesammelt. Das waren sehr positive Erfahrungen. Die Leute waren sehr aufgeschlossen, freundlich und bemüht und mein Team auch offen und bemüht, sie einzubinden.“ Aus diesem Grund sei es selbstverständlich gewesen, beim Aktionstag mitzumachen. „Der Bauhof ist vielseitig bietet viele Bereiche, neben der Grünpflege auch die Stadtreinigung, Schreinerei, Kfz-Werkstatt, Elektrik und Pflege des Friedhofs. Die Klienten unterstützen uns am Aktionstag in der Grünpflege.“
Zur gleichen Zeit war Tom Kraneis* am Donnerstagmorgen damit beschäftigt, einen Überblick über den Abfallentsorgungs- und Recyclingbereich der Firma VolaPlast GmbH & Co. KG zu bekommen. Das Unternehmen zählt zu den modernsten Kunststoff verarbeitenden Unternehmen Europas mit Sitz in Spangenberg. In Nachbarschaft zu Tom Kraneis aktuellen Wohn- und Arbeitsort: Der 29-Jährige arbeitet auf dem Bio-Hofgut Halbersdorf, einer Einrichtung zur sozialen und beruflichen Rehabilitation von alkohol- und/oder medikamentenabhängigen Erwachsenen in der Nähe von Spangenberg, und wohnt mit drei anderen Klienten in einer Außenwohngruppe des Hofguts.
„Ich hatte gehört, dass hier mit Kunststoff gearbeitet wird. Mir gefällt es gut, ich habe mir schon viel angeschaut und erklärt bekommen. Das ist beeindruckend“, so Kraneis. Sein Tauschpartner an diesem Tag war Marco Range, kaufmännischer Mitarbeiter in der Logistikabteilung: „Jeder von uns kann in eine missliche Lage kommen und Hilfe benötigen. Man darf niemanden vorverurteilen, es kann jedem so gehen.“ Range sah die Beteiligung am Aktionstag auch als eine Möglichkeit, einen Beitrag dazu zu leisten, „Menschen mit Behinderungen einen Einblick zu verschaffen und so vielleicht dazu beizutragen, dass sie an ein reguläres Arbeitsleben herangeführt werden können“. Nach dem Abfallentsorgungs- und Recyclingbereich lernte Tom Kraneis auch das Lager/die Kommissionierung des Unternehmens kennen. Und danach ging es anders herum.
„Wie ist das mit der Einteilung der Klienten, suchen sie sich ihre Arbeit selbst aus? Wie lange bleiben die Klienten auf dem Hofgut? Und wo kommen die ganzen Kartoffeln her?“ - diese und andere Fragen hatte Marco Range bei seinem Gegenbesuch auf dem nach Bioland-Richtlinien zertifizierten Hofgut im Gepäck. Antworten gab es bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine des Hofguts, einem Rundgang über den Hof, vorbei an den Ställen für Kälber und Schweine und der Kartoffelverarbeitung, sowie bei einem kleinen Arbeitseinsatz an der Kartoffelsortiermaschine. „Ich habe auf jeden Fall eine andere Sichtweise und einen anderen Hintergrund als vorher bekommen, weiß jetzt auch, was da alles dranhängt“, so Range.
WfbM Ziegenhain
„Wir waren schon öfter als Kunde hier, haben Anhänger oder auch Ersatzteile gekauft. Es ist aber noch mal was anderes, wenn man so einen Einblick wie heute bekommt,“ sagte auch Reyk König. Gemeinsam mit seinen Kollegen Kevin Nette und Carsten Kurz sowie Schwalmstadts Erstem Stadtrat Lothar Ditter besuchte er Kevin Rothauge und Gabriel Schmidt an deren Arbeitsplätzen. Nach einem Rundgang durch die WfbM in Ziegenhain standen für die Mitarbeiter des Bauhofs dann Montagearbeiten, Sägen und Bohren an. „Ich bin begeistert von dem Tag und den beiden. Sie waren stark engagiert. Das war eine Bereicherung für uns“, so König. Gabriel Schmidt: „Der Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht und war abwechslungsreich. Mir hat auch gefallen zu erklären, was wir hier machen. Ich habe mich gut mit ihnen verstanden. Es war gut, dass ich bei dem Tag mitgemacht habe. Ich kann es nur empfehlen.“ Als Erinnerung an den Schicht- und Perspektivwechsel gab es für den Bauhof einen Profi-Kehrbesen aus der Bürsten- und Besenmacherei der WfbM, der jetzt noch individuell gebranded wird. Gabriel Schmidt: „Wenn er fertig ist, bringe ich ihn Euch vorbei.“

Cyclekarts zurück in Schwalmstadt Am 25. und 26. April ist der Verein Cyclekart Germany mit dem „Cyclekart Track Day“ erneut zu Gast in Schwalmstadt. Auf dem Gelände des ehemaligen China-Parks in Ziegenhain sind die besonderen, selbstgebauten Fahrzeuge wieder in Aktion zu sehen. Gefahren wird am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 16 Uhr . Der Eintritt ist kostenfrei , der Zugang erfolgt über das große Haupttor des Geländes. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Cyclekarts – in Eigenarbeit gebaute Fahrzeuge im Stil der Rennwagen aus den 1920er bis 1940er Jahren. Statt Wettbewerb geht es vor allem um die Freude an Technik, Kreativität und den Austausch innerhalb der Community. Besucher:innen können die Fahrzeuge aus nächster Nähe erleben und mit den Fahrer:innen ins Gespräch kommen. Der Besucherbereich geht dabei nahtlos in das Fahrerlager über und ermöglicht einen offenen Einblick in das Hobby und den Bau der Fahrzeuge. Wer sich für Technik, Gestaltung oder historischen Motorsport interessiert, kann hier die Community kennenlernen und mehr über das Hobby erfahren. Mehr zum Verein und jede Menge technische Infos gibt es auf der Website von Cyclekart Germany .

Der Anmeldeschluss war am 01.03., aktuell sind aber noch Nachmeldungen möglich! In den Osterferien 2026 wird eine Freizeit für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren angeboten. Veranstaltet wird das Angebot von der Evangelischen Jugend Schwalm-Eder in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendhaus Arche in Schwalmstadt-Treysa. Die Freizeit findet vom 7. bis 11. April 2026 statt. Ziel der fünftägigen Veranstaltung ist es, Kindern abwechslungsreiche Tage mit gemeinschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Geplant sind unter anderem Spiele, Outdooraktionen, Geschichten und erlebnispädagogische Angebote. Ein Schwerpunkt liegt auf Aktivitäten in der Natur sowie auf gemeinsamen Erlebnissen mit anderen Kindern. Untergebracht werden die Teilnehmenden im CVJM Camp Münchhausen, wo auch ein Großteil des Programms stattfinden wird. Neben den Aktivitäten draußen sind auch Programmpunkte in Innenräumen vorgesehen. Die Freizeit wird von erfahrenen Jugendleiterinnen und Jugendleitern unter Anleitung einer Jugenddiakonin organisiert und begleitet. Der Teilnahmebeitrag beträgt 150 Euro, Geschwisterkinder zahlen 130 Euro pro Person. Darin enthalten sind Programm- und Bastelmaterialien, Vollverpflegung, die Unterkunft in Mehrbettzimmern sowie die An- und Abreise. Für Familien mit geringeren finanziellen Möglichkeiten besteht die Möglichkeit, Zuschüsse zu erhalten. Die Anzahl der Plätze ist auf maximal 35 Kinder begrenzt. Anmeldeschluss ist der 1. März 2026. Interessierte Familien können sich per E-Mail oder über ein Onlineformular anmelden. Ansprechpartnerin ist Jugenddiakonin Maren Melchior vom Evangelischen Jugendhaus Arche in Schwalmstadt-Treysa. Osterfreizeit PDF

Ab Mitte März ist das Rentenmobil wieder unterwegs: Der Beratungsbus der Deutschen Rentenversicherung Hessen macht montags bis donnerstags Station in Nord- und Osthessen. Der erste Halt ist am 16. März von 8.30 bis 15 Uhr in Langenselbold am Schlosspark. „Mit dem Rentenmobil möchten wir unseren Versicherten in der Fläche ein wohnortnahes Beratungsangebot zu Rente, Reha, Prävention und Altersvorsorge bieten“, so Dr. Michael Stegmann von der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Hessen. Im Bus unterwegs sind eine Rentenversicherungsberaterin oder ein -berater sowie eine Serviceperson, die die Menschen an der Infotheke im Eingangsbereich empfängt und das Fahrzeug steuert. Mit Termin können sich Versicherte zu Themen ihrer Wahl beraten lassen. Dazu gibt es ein kleines Büro, in dem bis zu zwei Ratsuchende Platz haben. Das Rentenmobil fährt folgende 17 Städte und Gemeinden regelmäßig an: Birstein, Büdingen, Ebsdorfergrund, Florstadt, Freigericht, Frielendorf, Gedern, Grünberg, Langenselbold, Melsungen, Ortenberg, Schlitz, Schwalmstadt, Sontra, Spangenberg, Stadtallendorf und Wabern. Der Fahrplan steht unter www.deutsche-rentenversicherung-hessen.de. Die Terminvergabe zur Beratung im Rentenmobil läuft über E-Mail: termin@drv-hessen.de oder Telefon: 069 99992090. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen betreibt landesweit zehn Auskunfts- und Beratungsstellen. Außerdem gibt es in acht hessischen Städten und Gemeinden regelmäßig Sprechtage. Dieses Angebot ergänzen zahlreiche ehrenamtliche Versichertenälteste, die Versicherte vor Ort unterstützen. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist der größte Sozialversicherungsträger in Hessen. Sie betreut rund 2,5 Millionen Versicherte, 593.000 Rentnerinnen und Rentner sowie 117.000 Arbeitgeber. Bei Fragen rund um Rente, Rehabilitation und Prävention sowie Altersvorsorge ist sie die regionale Ansprechpartnerin in Hessen.



