Schwalmstadt und Morshyn besiegeln Solidaritätspartnerschaft in Berlin
Die Stadt Schwalmstadt und die ukrainische Stadt Morshyn haben am 7. Oktober 2026 im Rahmen der deutsch-ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Berlin ihre Solidaritätspartnerschaft offiziell besiegelt. Eine besondere Würdigung erhielten beide Städte, indem sie ihr Abkommen stellvertretend für inzwischen 300 kommunale Partnerschaften auf der Hauptbühne der Konferenz unterzeichneten.
Die Unterzeichnung fand im Beisein von Reem Alabali-Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey statt. Vor rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde die Entwicklung des Netzwerks deutsch-ukrainischer Kommunalpartnerschaften gewürdigt. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges im Jahr 2022 bestanden rund 70 solcher Partnerschaften. Inzwischen ist ihre Zahl auf 300 gestiegen.
Für Morshyn unterzeichnete Bürgermeister Ruslan Ilnytskyi das Abkommen, für Schwalmstadt Stadträtin Anne Willer. Begleitet wurden sie vom stellvertretenden Bürgermeister Morshyns, Volodymyr Levkovych, und Achim Nehrenberg, Leiter der Schwalmstädter Wirtschaftsförderung, der die Zusammenarbeit seitens der Verwaltung koordiniert. Grundlage der Unterzeichnung war der Beschluss der Schwalmstädter Stadtverordnetenversammlung vom 28. Mai 2026.
Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Mit der Vereinbarung bekräftigen beide Städte ihren Willen, die bereits begonnene Zusammenarbeit langfristig fortzuführen und auszubauen. Schwerpunkte sind die kommunale Daseinsvorsorge, Gesundheit und Rehabilitation, Jugend und Bildung sowie der Bevölkerungsschutz. Auch Vereine, Einrichtungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger sollen künftig stärker in die Partnerschaft eingebunden werden.
Bereits umgesetzte Hilfsprojekte
Die Zusammenarbeit zeigt sich bereits in konkreten Projekten. Im Jahr 2024 wurde ein Löschfahrzeug technisch ausgestattet und nach Morshyn überführt. Zudem organisierte Schwalmstadt ein Jugendcamp für zehn ukrainische Jugendliche, deren Familien besonders schwer vom Krieg betroffen sind.
Aktuell unterstützt Schwalmstadt im Rahmen eines geförderten Projekts die Beschaffung medizinischer Rehabilitationsgeräte für das Krankenhaus in Morshyn. Darüber hinaus wird ein längerfristiger Schulaufenthalt für zwei ukrainische Schülerinnen in Deutschland vorbereitet.
Die offizielle Solidaritätspartnerschaft schafft eine Grundlage, um diese Zusammenarbeit dauerhaft weiterzuentwickeln. Neben konkreten Hilfsprojekten sollen künftig auch persönliche Begegnungen, der Austausch von Erfahrungen und die Zusammenarbeit kommunaler Einrichtungen eine wichtige Rolle spielen.
Die Unterzeichnung auf der Hauptbühne der Partnerschaftskonferenz machte die Verbindung zwischen Schwalmstadt und Morshyn zugleich zu einem sichtbaren Teil des deutsch-ukrainischen Netzwerks kommunaler Partnerschaften.





